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Werner Bräutigam feiert 60. Geburtstag

bräutigam11 Wenn man die älteren Plauener Fußballfans nach einem richtig guten Stürmer fragt, dann fallen denen spontan immer zwei Kicker ein. Beide tragen den Vornamen Werner - Werner Bamberger und Werner Bräutigam. Der erfolgreichere von beiden ist Bräutigam. Er wurde 1975 mit der BSG Sachsenring Zwickau FDGB-Pokalsieger und schaffte es im folgenden Jahr bis ins Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger: Panathinaikos Athen, AC Florenz, Celtic Glasgow, RSC Anderlecht waren die Gegner. Das waren noch Zeiten, werden sie jetzt in Zwickau und Plauen schwärmen. Am morgigen Montag Werner feiert Bräutigam seinen 60. Geburtstag, in seiner Heimatstadt Zwickau.

 

"Der Name Werner Bräutigam ist in Plauen auf alle Fälle noch ein Begriff. Er steht für Torgefahr. Viel bessere hatten wir in Plauen nicht", sagt Gottfried Indlekofer, der Medienbeauftragte des VFC Plauen. Heute wäre man im Lager des VFC froh, würden solch treffsicheren Leute in seinen Reihen stehen. "Bräutigam war so einer, ein richtiger Bulle, der wusste seinen Körper einzusetzen. Seine Schusskraft- und technik waren ebenfalls vom Feinsten. Das haben andere Vereine auch gesehen. Es war klar, dass er den Sprung in die Oberliga schaffen würde."

 

Die BSG Sachsenring Zwickau war der Verein, der auf Bräutigam aufmerksam wurde. Zig Jahre trug er seine Rückennummer 9 in der Fußball-Oberliga. Die Jahre 1975 und 1976 waren seine Sternstunden. Stunden, die man als Fußballer nicht vergisst. Im FDGB-Pokal der Saison 74/75 schlug die große Stunde der Zwickauer. Der BFC Dynamo, Vorwärts Stralsund und Wismut Aue wurden aus dem Rennen geworfen. Im Finale wartete das große Dynamo Dresden. 1:1 nach 90 und 2:2 nach 120 Minuten stand es in Berlin im Stadion der Weltjugend. Nationaltorhüter Jürgen Croy hielt einen Elfmeter und schoss den letzten. Zwickau war Pokalsieger und Bräutigam 120 Minuten lang dabei. "Dresden hat uns damals unterschätzt. Die haben doch schon vor dem Spiel gefeiert. Für die Mannschaft war das der Beginn des aufregensten Fußballjahres", erinnert sich der Jubilar.

Keiner setzte nur einen Pfifferling auf die BSG Sachsenring im Europapokal. Doch das Team ließ die Halde beben. Athen, Florenz und Glasgow wurden aus dem Wettbewerb gekegelt. Endstation war der spätere Europapokalsieger RSC Anderlecht. "Das waren Sternstunden. Wir sind über uns hinaus gewachsen. In der Meisterschaft lief es gar nicht so optimal. Aber das Flair Europapokal verlieh uns Flügel", sagt er. Jeweils 55 0000 Zuschauer im damaligen Georgie-Dimitrow-Stadion gaben die Starthilfe. "Der einzige, der internationale Erfahrung hatte, war doch Jürgen Croy. Für uns war das alles Neuland. Wir kannten die sozialistischen Länder, aber Griechenland, Italien, Schottland und Belgien? Das kannten wir nicht. Vielleicht waren wir auch deshalb so erfolgreich." Schottland allerdings sahen nur seine Mannschaftskameraden. Er nicht. Im Rückspiel gegen den AC Florenz geigte er sich mit dem späteren Weltstar Antongioli die Meinung. Er flog wie der Italiener auch vom Platz und Zwickau ohne Bräutigam nach Glasgow. "Ja, das war ein dummes Ding. Das hat mich geärgert." Gegen Anderlecht war er wieder dabei. Doch gegen die Belgier war kein Kraut gewachsen. "Der RSC war eine Nummern zu groß."

 

Ja, das waren die Glanzzeiten der BSG Sachsenring Zwickau. Vergleichbares gab es nie wieder. Auch für Bräutigam nicht. Als Zwickau 1982 erstmals aus der Oberliga abstieg, beendete der Plauener seine Karriere. Zu sehen ist er heute noch ab und an in den Traditionsteams des FSV Zwickau. Ansonsten hat der ab morgen 60-jährige Ingenieur nicht mehr viel mit dem runden Leder zu tun. Maximal zusammen mit seiner Enkeltochter tritt er noch gegen Ball. Wenn sie wüsste, welchen Bumms ihr Opa frühen in den Knochen hatte. Da ist so mancher Torhüter mit Ball ins Tor geflogen. Thomas Nahrendorf

 

2009-10-11



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